Die Begriffe Datenkatalog und Knowledge Layer werden gern synonym gebraucht — meinen aber unterschiedliche Dinge. Ein Katalog ist ein Verzeichnis über Daten. Ein Knowledge Layer ist ein Modell der Bedeutung.
Was der Katalog liefert
Ein Datenkatalog beantwortet die Frage „welche Tabellen, welche Spalten, in welchem System". Er ist die Antwort auf Inventur-Fragen. Für Analyst:innen, die manuelle Joins schreiben, ist das genug.
Was der Knowledge Layer dazustellt
Ein Knowledge Layer ergänzt drei Achsen, die ein Katalog nicht abdeckt: Bedeutung (was ein Begriff im Geschäft heißt), Beziehungen (wie zwei Begriffe formal zueinander stehen) und Regeln (welche Aussagen über die Domäne immer gelten).
Drei harte Tests
- Fachbegriff-Test: Können zwei Bereiche denselben Geschäftsbegriff abrufen und dieselbe Aussage erhalten?
- Lineage-Test: Lässt sich jede Aussage zurückführen auf die Quelle, die sie belegt?
- Agent-Test: Kann ein Agent eine fachliche Frage beantworten, ohne dass jemand vorher SQL schreibt?
Bestehen alle drei: Knowledge Layer. Fällt einer durch: Katalog mit Glossar-Anbau. Beides kann nützlich sein — verwechselt werden sollten sie nicht.
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